Soforthilfe gegen die Hungersnot in Somalia
Flüchtlingslager in Galkaayo
Galkaayo ist die südlichste Stadt von Puntland und liegt an der Grenze zu Muddug. Es ist ca. 700 km von Burao entfernt und über eine gut ausgebaute Straße zu erreichen. Diese Region, die sich vom südlichen Somalia abgespalten hat, ist von der Hungersnot schwer betroffen.
70.000 Flüchtlinge
Die Menschen sind nach Galkaayo geflüchtet. in den letzten Wochen sind 13 Flüchtlingslager mit ca. 70.000 Menschen entstanden. Täglich kommen neue Flüchtlinge aus den Regionen Muudug und Beledweyne an.
Flüchtlingslager in Burao
Auch in Burao sind mittlerweile vier Flüchtlingslager entstanden. Täglich kommen neue Flüchtlinge aus dem Süden bis nach Burao. Wer Glück hat, ergattert einen Platz auf einem Lastwagen, die regelmäßig zwischen dem Norden und Süden verkehren.
Weitere Flüchtlinge werden erwartet
In den nächsten Monaten müssen wir die Menschen in den Flüchtlingslagern weiterhin mit Nahrungsmitteln versorgen. Auch wird erwartet, dass die Zahl der bedürftigen Nomaden im Norden Somalias zunehmen wird.
Daher darf die Hilfe nicht abreißen.
Nahrungsmittelverteilung
Ahmed Awad, Vorsitzender unseres Vereins, verteilte Anfang August die erste Nahrungsmittelhilfe an Flüchtlinge. Dafür kaufte er Reis und Öl direkt in Puntland und Somaliland ein. So konnte die Hilfe schneller zu den Flüchtlingen gelangen. Die Menschen in diesen Lagern haben in den letzten Monaten keine Nahrungsmittel über das Welternährungsprogramm erhalten.
Hilfe auch in Ainabo
Auch 300 Nomadenfamilien in Ainabo, 120 km südlich von unserem Standort Burao, konnten aufatmen. Durch die anhaltende Dürre in dieser Region hatten sie ihr Vieh und damit ihre Lebensgrundlage verloren. Normalerweise verkauft man in Zeiten der Not Ziegen, um Nahrungsmittel einzukaufen. Diese Überlebenschance war ihnen genommen.
Nahrungsmittel an 20.000 Flüchtlinge verteilt
Wir haben mitterweile an die 20.000 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt, so in Gaalkayco, in Ainabo, in Burao. Der letzte Transport ging am 16.08.2011 nach El Afweyn, 300 km östlich von Burao.
Einkauf vor Ort
Da sich die Dürre im nördlichen Somalia nicht so dramatisch ausgewirkt hat, sind hier noch genug Lebensmittel vorhanden, die direkt vor Ort eingekauft und in die Flüchtlingslager gebracht werden. Ein nächster Lebensmitteltransport für Gaalkayo ist bereits organisiert.
In Nordsomalia gibt es keine Sicherheitsprobleme, so dass die Hilfe ungehindert die Flüchtlinge erreicht.
Eine neue Prespektive
Aber mit der Soforthilfe wird die Arbeit unseres Vereins nicht beendet sein. Sobald der Regen wieder einsetzt, die Zisternen gefüllt sind und genügend Gras vorhanden ist, erhalten die Nomaden Ziegen, um eine neue Existenz aufbauen zu können.
Weitere Informationen
Dieses Projekt wird von der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks unterstützt.
Nähere Informationen finden Sie unter Sternstunden.de und unter Presse [553 KB]
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